GELD ODER ZUFRIEDENHEIT
Foto: Anna Schäflein

Jörg Schulz (Jahrgang 1955) leistet seinen BFD seit März 2014 im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Nach einem aufreibenden Berufsleben im Vertrieb und in der Logistikbranche musste er sich beruflich neu orientieren. Für ihn war klar, dass er nicht mehr die Bereitschaft hatte, den Großteil seiner Lebenszeit in eine Form des stressigen Arbeitslebens zu stecken. Er fragte sich: „Muss ich das überhaupt? Was ist mir wirklich wichtig - Geld oder Zufriedenheit?“
„Zufriedenheit“, war seine Antwort und die findet er am Kiekeberg.

 

Seine Fähigkeiten, logisch zu denken und gut strukturieren zu können, werden bei der Rückführung der Außenmagazine gebraucht und wertgeschätzt. Die Kollegen und Kolleginnen am Kiekeberg sind in der Mehrzahl sehr freundlich und begegnen ihm mit großer Offenheit. Über seine Rolle innerhalb des Teams sagt er: „Der letzte Freiwillige im FSJ Kultur beispielsweise war ein ganz toller Kollege, mit dem ich mich auch viel ausgetauscht habe. Umso bedauerlicher ist, dass es auch Mitarbeiter/innen gibt die ein gewisses Dünkel den BFDlern gegenüber haben. Da frage ich mich, woher das kommt. Ob es um Konkurrenz geht oder Unverständnis gegenüber der Entscheidung, sich auf diese Weise zu engagieren?“


Klar ist für Jörg Schulz, dass der Bundesfreiwilligendienst Spaß machen soll! Da es keinen finanziellen Sachzwang gibt, steht dies an erster Stelle. Dazu zählt zum Beispiel, dass er im Rahmen der Bildungstage die Möglichkeit hatte, endlich seinen Gabelstapler-Schein zu machen. Ein lang gehegter und aus Zeitgründen nicht realisierter Traum. Und nach dem BFD? Eine Rückkehr in das „Hamsterrad der Berufstätigkeit“ wird für ihn nicht der Weg sein. Er kann sich vorstellen, auch weiterhin am Kiekeberg engagiert zu sein, wenn möglich auch gern auf der Basis eines Minijobs.


Die Förderer des Bundesfreiwilligendienstes Kultur und Bildung in Niedersachsen